Screen Test Pro

Ghosting-Test für Monitore

Gestreifte Blöcke bei halber, voller und doppelter Geschwindigkeit. Folgen Sie einem mit den Augen: Spuren dahinter sind Ghosting, helle Höfe sind Overshoot, und die sichtbare Menge ist die echte Bewegungsleistung Ihres Panels — nicht die Zahl auf dem Karton.

Ausführen

3 Geschwindigkeiten · ←→ Geschwindigkeit · ↑↓ Hintergrund · Esc zum Beenden
Die Standardgeschwindigkeit beträgt 960 px/s — der übliche Standard für Bewegungstests. Der Regler reicht vom Spaziergang bis zum Sprint.

So führen Sie den Test aus

  1. Starten Sie den Test und lassen Sie Ihre Augen dem mittleren Block folgen — mit ruhiger Blickverfolgung, so wie Sie einem vorbeifahrenden Auto folgen würden. Ghosting versteckt sich, wenn Sie auf einen festen Punkt starren.
  2. Achten Sie auf die Hinterkante des Blocks und auf seine Streifen. Saubere Kanten: gut. Ein grauer Schatten, der sich ablöst: Ghosting. Eine helle Kontur direkt an der Kante: Overdrive-Overshoot.
  3. Wechseln Sie die Hintergründe mit . Dunkle Hintergründe zeigen langsame dunkle Übergänge besonders deutlich (VA-Schmieren); helle zeigen die andere Ecke der Matrix.
  4. Variieren Sie die Geschwindigkeit mit . Schnellere Bewegung verteilt dieselbe Verzögerung über mehr Pixel und macht so ein grenzwertiges Panel offensichtlich.

Was Sie hier tatsächlich sehen

In diesem Test überlagern sich drei Effekte, und genau deren Trennung ist die ganze Diagnose. Ghosting ist Pixelverzug — Spuren, die schwächer sind als das Objekt, eingefärbt durch den jeweils langsamen Übergang. Overshoot ist die zu hart angewendete Gegenmaßnahme: Overdrive-Spannung schießt Pixel über ihr Ziel hinaus und hinterlässt helle oder invertierte Höfe. Sample-and-Hold-Unschärfe ist weder Defekt noch Fehlfunktion — jeder moderne Bildschirm hält jeden Frame still, während Ihr Auge mitzieht, und dieser Effekt skaliert mit der Bildwiederholrate: Bei 60 Hz verschmiert jeder Frame über die doppelte Netzhautstrecke wie bei 120 Hz. Ein perfektes Panel bei 60 Hz zeigt also immer noch Unschärfe; ein mittelmäßiges bei 144 Hz kann sauberer wirken. Deshalb sieht dieser Test auch anders aus, nachdem Sie Ihre tatsächliche Bildwiederholrate bestätigt haben — in der Hälfte aller Fälle von „mein Monitor ghostet“ läuft ein 144-Hz-Panel stillschweigend nur mit 60.

Ein methodischer Hinweis der Fairness halber gegenüber Ihrem Panel: Bewegung per Auge zu beurteilen ist wiederholbar, aber nicht fotografisch exakt — die Geschwindigkeit der Blickverfolgung variiert von Person zu Person. Testseiten beantworten dieselbe Frage mit einer Pursuit-Kamera; was Sie hier sehen, ist das, was Sie bekommen, und bei einem Monitor, den Sie selbst benutzen, ist genau das die relevante Messung. Der vollständige Hintergrund zu Reaktionszeiten, Overdrive und Blur-Reduction-Modi steht in Monitor-Ghosting, Reaktionszeit und Bewegungsunschärfe erklärt.

Häufige Fragen

Bewegungsschärfe, klar erklärtAlle Artikel ansehen →

Was ist Monitor-Ghosting?

Schwache Schlieren hinter bewegten Objekten, verursacht durch Pixel, die ihre Farbe nicht schnell genug wechseln — der vorherige Frame verblasst noch, während der nächste schon gezeichnet wird. Das ist ein Problem der Panel-Reaktionszeit, am stärksten bei Übergängen von dunkel nach mittel und bei VA-Panels, und es steckt im Display, nicht im PC. Wenn die Spuren heller sind als das Objekt, ist das Overshoot: Overdrive treibt die Pixel über ihr Ziel hinaus.

Was ist der Unterschied zwischen Ghosting und Bewegungsunschärfe?

Ghosting ist ein langsames Panel; Bewegungsunschärfe ist Physik. Bei jedem Sample-and-Hold-Display (jedem LCD und OLED) bleibt jeder Frame stehen, während Ihr Auge einem bewegten Objekt folgt, und verschmiert das Bild auf der Netzhaut — selbst bei einem praktisch sofortigen Panel. Deshalb zeigt auch ein OLED mit nahezu null Reaktionszeit in diesem Test noch Unschärfe, und deshalb helfen dagegen wirklich nur höhere Bildwiederholraten oder Backlight-Strobing.

Wie behebe ich Ghosting?

Suchen Sie im Monitormenü nach der Overdrive-Einstellung — je nach Marke versteckt sie sich hinter Namen wie Response Time, OD, TraceFree oder AMA — und gehen Sie die Stufen durch, während Sie diesen Test beobachten. Zu niedrig lässt Spuren stehen; zu hoch ersetzt sie durch helle Höfe. Die passende Stufe ist fast nie die höchste. Prüfen Sie außerdem, ob die Bildwiederholrate tatsächlich auf die Panelspezifikation eingestellt ist (unser Bildwiederholraten-Test bestätigt das), und akzeptieren Sie bei VA-Panels, dass ein Teil des Schmierens in dunklen Szenen zur Technik gehört, nicht zu einem Defekt.

Ist etwas Ghosting normal?

Ja. Flüssigkristalle brauchen einige Millisekunden zum Verdrehen, deshalb ist eine kurze, schwache Spur bei hoher Geschwindigkeit normales LCD-Verhalten, und die beworbenen „1 ms“-Werte beschreiben Best-Case-Übergänge, nicht typische. Problematisch wird es, wenn Spuren schon bei normalem Scrolltempo lang und deutlich sind, stark eingefärbt wirken oder helle Höfe jeder dunklen Kante folgen — dann lohnt sich eine Overdrive-Anpassung oder bei einem neuen Monitor eine Rückgabe.

Warum auf unterschiedlichen Hintergründen testen?

Weil die Reaktionszeit davon abhängt, von welchem Grauwert ein Pixel startet und bei welchem er landet. VA-Panels schmieren bekanntlich auf schwarzem Hintergrund stark (wegen langsamer Übergänge im dunklen Bereich), sehen auf mittlerem Grau gut aus, und IPS-Glow fällt gegen Schwarz am stärksten auf. Wenn Sie den Hintergrund mit ↑↓ oder dem Auswahlfeld wechseln, isolieren Sie genau die Übergänge, mit denen Ihr Panel kämpft — ein Hintergrund zeigt Ihnen jeweils nur eine Zeile der Reaktionszeit-Matrix.